Die Eingewöhnung in die Krippe, ist eine sehr sensible Phase für das Kind, seine Eltern und das Team  und dauert zwischen 4-6 Wochen (evtl. auch länger).

Für das Kleinkind, bedeutet der Übergang von seiner Familie zu der Institution Krippe, sich in einer fremden Welt, fremden Räumen und mit fremden Menschen zurechtfinden zu müssen.

Um einen weitgehend sanften Einstieg in die Krippe zu ermöglichen, arbeiten wir nach dem Berliner Infans Modell, welches für Krippenkinder entwickelt wurde und immer wieder mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Bindungsforschung abgeglichen und entsprechend weiterentwickelt wurde.


Dabei gilt es, die bisherigen Bindungsbeziehungen und Verhaltensweisen des Kindes zu erkennen und ihm langsam einen stabilen Bindungsaufbau zur Betreuungserzieherin zu ermöglichen.

Dies geschieht unter Miteinbeziehung der Mutter /des Vater durch ständige Anwesenheit, dann immer kürzer werdende Zeitfenster, in denen sich die Eltern zunächst nur für kurze Momente entfernen (ca. 10 – 20 Min), später auch längere (1 Std.). In dieser Zeitspanne, sollten die Eltern jedoch in der Einrichtung bleiben, um in Absprache mit der Erzieherin bei Problemen sofort wieder hinzukommen zu können. Während der Eingewöhnungsphase, findet ein enger Austausch zwischen der Erzieherin und den Eltern statt, um über die Befindlichkeit des Kindes ausreichend informiert zu sein.

Die Eingewöhnung ist beendet, sobald das Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert und sich von ihr dauerhaft beruhigen lässt.

Für die Eingewöhnung sollten Eltern ausreichend Zeit mitbringen, um nicht durch einen zu abrupten Start ins Berufsleben die Eingewöhnung zu gefährden. Falls nicht genügend Zeit zur Verfügung steht, könnte auch eine andere dem Kind vertraute Person die Eingewöhnung begleiten, z.B. die Oma.

Durch diese gemeinsam erlebte, intensive Eingewöhnungsphase bekommen Eltern einen Einblick in das Alltagsleben der Krippe und die Gewissheit, daß ihr Kind gut aufgehoben ist.